Caritasverband Hochrhein e.V.
Eine Übersicht über unsere Hilfsangebote

Caritasverband Hochrhein e.V.

Entwicklung

Geschichte und Entwicklung der Behindertenhilfe

Von der beschützenden Werkstatt zur Werkstatt für behinderte Menschen

Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhundert stand die bundesrepublikanische Solidargemeinschaft vor einer neuen Herausforderung. Behinderte Menschen – sowohl körperbehinderte als auch geistigbehinderte Frauen und Männer – drängen auf den Arbeitsmarkt.
Die Herausforderung an unsere Gesellschaft, behinderte Menschen in unser Gemeinwesen zu integrieren, stellt sich gerade zu dieser Zeit, weil zum erstenmal nach der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur eine entsprechend große Zahl behinderter Menschen das Erwachsenenalter überhaupt erreichen konnte.

Damit behinderten Menschen ein entsprechender Platz in unserer Gesellschaft eingeräumt werden konnte, gründete der Caritasverband Waldshut 1968 die Werkstätte St. Ulrich. Das erste Domizil mit Platz für 17 behinderte Frauen und Männern befand sich in der ehemaligen Volksschule Eschbach.

Die Angebote für Menschen mit Behinderungen entwickelten sich in der Folge stetig:

1971 Eröffnung eines Kleinwohnheimes im Waldshuter Ziegelfeld
1979 Umzug der Werkstatt in das Industriegebiet Kaitle (80 Arbeitsplätze)
1980 Umzug des Wohnheimes in das Gurtweiler Schloss mit Platz für 36 Menschen mit Behinderungen
1981 Eröffnung der Zweigwerkstätte St. Ulrich in den ehemaligen Räumen der Heimsonderschule im Gurtweiler Schloss
1983 Erweiterung der Hauptwerkstätte um eine Schreinerei für 10 Personen
1985 Ausbau der Hauptwerkstätte im Kaitle (50 neue Arbeitsplätze)
1987 Eröffnung einer Werkstätte für psychisch beeinträchtigte Menschen in Tiengen
1992 Schaffung einer Außenwohngruppe für 10 geistig behinderte Frauen und Männer in Waldshut
1994 Erweiterung der Zweigwerkstätte im Bereich der ehemaligen Heimsonderschule um 40 Arbeitsplätze
1994 12 neue Plätze für schwerst-mehrfach behinderte Menschen ebenfalls im Erweiterungsbau der Zweigwerkstätte
1994 Eröffnung des Werkstattladens Wunderkiste im Schloss
1996 Renovierung und Neubezug des Anwesens Schlüchttalstrasse 5 (Wohngruppe für 11 Menschen mit Behinderung)
1996 Etablierung des Programms „Betreutes Wohnen Behinderter Menschen“ durch die Caritaswerkstätten St. Ulrich
1997 Erweiterung der Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen Bad Säckingen (Umzug in die Basler Straße)
1998 Einrichtung einer Gruppe mit Tagesstruktur für vorgealterte bzw. ältere behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
1999 Schaffung einer weiteren Förder- und Betreuungsgruppe für schwerst-mehrfach behinderte Menschen im Bereich des Erweiterungsbaus von 1994
2000 Beginn des Projekts „Begleitung erwachsener Menschen mit Behinderungen in Familien“
2000 Umbau und Aufstockung des ehemaligen Personalhauses des Erzbischöflichen Mädchenheims, Schlüchttalstrasse 3. Das Haus Johann bietet nun 27 behinderten Menschen Platz zum Leben und Wohnen.
Auch im ehemaligen Landkreis Säckingen konnte der dortige Caritasverband eine Werkstatt für behinderte Menschen etablieren:
1975 Einweihung und Bezug der Werkstatt in Wallbach (70 Arbeitsplätze)
1987 Eröffnung einer Förder- und Betreuungsgruppe
1990 Erweiterung der Werkstatt für behinderte Menschen (50 Arbeitsplätze)
1991 Einweihung einer Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen in Bad Säckingen
1993 Einrichtung einer Wäscherei
1994 Erweiterung der Förder- und Betreuungsgruppen (3 Gruppen)
2000 Einrichtung des Programms „Betreutes Wohnen Behinderter Menschen“
In 2002 erfolgte der Zusammenschluss der Einrichtungen in Bad Säckingen und Waldshut zu den Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH.
2002 Einweihung des Standortes Lauchringen, Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen
2003 Eröffnung der neuen Räume des Ambulant Betreuten Wohnens in Bad Säckingen
2004 Eröffnung des Café Zwischen bzw. Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Ambulant Betreuten Wohnens in Tiengen
2005 Umbau/ Bezug des Wohnhauses „St. Jakob“ in der Rathausstraße in Gurtweil
2006 Aufbau eines kreisweiten Familienunterstützenden Dienstes
2006 Neubau/ Erweiterung der Förder- und Betreuungsgruppen (18 Plätze) in Gurtweil
2006 Eröffnung des zweiten Café Zwischen (Bad Säckingen)
2007 Eröffnung des Café Zwischen – Kiosk im Freibad Tiengen
2008 KobV (Kooperative berufliche Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt) als neues Angebot in Zusammenarbeit mit Integrationsfachdienst und Agentur für Arbeit
2009 Erweiterung der Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen in Tiengen
2010 Ausgelagerte Arbeitsplätze im Kiosk Naturbad „Naturena“ in Ühlingen-Birkendorf
2010 Bezug der Räumlichkeiten des Projekts Bonndorf (Gemeindenahes Wohnen für erwachsenen Menschen mit Behinderungen)
2011 Tandem IV dauerhaft ausgelagerte Werkstattarbeitsplätze als Inklusionsmotor
2011 Schlossmarkt als inklusive Dauereinrichtung
2014 Eröffnung 2. Projekt Gemeindenahes Wohnen in Laufenburg
2015 Umzug und Neueröffnung mit dem Cafe Zwischen Tiengen in neue Räumlichkeiten mitten in der Fußgängerzone von Tiengen

Dementsprechend ermöglichen die Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH im Jahr 2016 650 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben.
Im Caritaswohnheim St. Elisabeth und in den angeschlossenen Wohnhäusern leben im gleichen Jahr über 120 behinderte Menschen. In ambulanten Wohnformen begleiten wir 110 Menschen mit Behinderungen.
Etwa 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Arbeiten, Wohnen, Technik, Verwaltung und Hauswirtschaft gewährleisten die notwendigen Rahmenbedingungen in den Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH.