Am 02.11.2010 war es endlich soweit. Menschen mit einer geistigen Behinderung finden ein neues Zuhause in Bonndorf.
Mit diesem neuen Projekt haben wir – in enger Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern des Landratsamtes Waldshut – ein passgenaues Unterstützungsangebot für geistig behinderte Menschen schaffen können, das Unterstützungsleistungen für behinderte Menschen an der Schnittstelle zwischen ambulanten und stationären Wohnformen anbietet.
So wohnen in Bonndorf nun bis zu 10 Menschen mit einer Behinderung. Das Wohnen mitten in der Stadt Bonndorf ermöglicht ein selbstverständliches Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen.
Die Bonndorfer zeigen sich sehr interessiert und aufgeschlossen. Viele Begegnungen zwischen nicht behinderten und behinderten Bonndorfern sind bereist zustande gekommen. Bürgermeister, Pfarrer aber auch Nachbarn und Vereine haben dazu beigetragen, dass das Einleben in der neuen Umgebung für die „Neubonndorfer“ sich so gut gestaltet. Es zahlt sich aus, dass wir im Vorfeld die entsprechenden Netzwerke aufbauen haben können.
Die Neubonndorfer fühlen sich ausnehmend wohl in Bonndorf und sind glücklich, dass sie so mutig waren, diesen neuen Weg zu beschreiten.
Die Erfahrungen aus den ersten drei Monaten stimmen und sehr optimistisch, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Menschen mit geistigen Behinderungen als selbstverständlicher und gleichberechtigter Teil unserer Gesellschaft – das Projekt Bonndorf als Wegweiser für weitere Schritte in die richtige Richtung Inklusion.
Felicitas Greiner
Manfred Schrenk
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Der Ex-Klostertaler Gerri Tschann hat am 14.01.2011 ein spontanes „Hautnahkonzert“ für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH gegeben. Durch die langjährige Verbindung von Gerri Tschann zu unserem "Koch Boch" kam dieses Spontankonzert zustande. Nachdem sich Gerri Tschann mittels Rundgang und Gespräch mit Werkstattleiter Klaus Weißenberger ein Bild über das Leistungsspektrum unserer Einrichtungen gemacht hatte, legte er auf der Bühne los und brachte die Halle mit seinem Repertoire sofort zum Kochen. Die Stimmung bei allen Beteiligten war super.
Manfred Schrenk
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„Gemeinsam Gewinnen“ war im letzten Vorrundenspiel von Deutschland bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika angesagt. Die Bewohner des Wohnheim „St. Elisabeth“, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Caritas, Diakonie und Volksbank Hochrhein sowie Vertreterinnen und Vertretern des Ortschaftsrat Gurtweil fieberten vor einer Großbildleinwand mit und boten so die notwendige Unterstützung für unsere Kicker in Südafrika. Stimmung und Fanausrüstung waren bestens. Das Ergebnis letztendlich auch. So macht „Gemeinsam Gewinnen“ Spaß!
Entwickelt, vorbereitet und umgesetzt wurde die Idee eines Public Viewings von Auszubildenden der Volksbank Hochrhein. Ein herzliches Dankeschön deshalb noch einmal an:
Anna Isabo, Melanie Maier, Kathrin Schilling und Silas Schubert
Manfred Schrenk

Selbstbehauptungskurs
Im April dieses Jahres bot der Familienunterstützende Dienst (FUD) der Caritaswerkstätten Hochrhein gemeinnützige GmbH einen Selbstbehauptungskurs für Frauen an, der in Gurtweil an zwei Samstagen stattfand.
Frau Bianka Neußer, Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungstrainerin, leitete diesen Kurs und erhielt an beiden Tagen Unterstützung über die Freiwilligen Helferinnen des FUD.
12 Frauen mit kognitiver und/ oder körperlicher Behinderung waren dazu entschlossen, sich selbst und ihre Würde aktiver zu schützen. In einem ersten Schritt ging es darum, den eigenen Körper und die Körpersprache wahrzunehmen und kennenzulernen. Dazu wurden Rollenspiele und Körpersprachübungen gemacht, um eine selbstsichere Haltung einzuüben. Außerdem wurden die eigenen Grenzen, Fähigkeiten und Rechte thematisiert.
Dabei stand im Vordergrund, das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Frauen zu stärken. Sie lernten, dass es in Ordnung ist, „nein“ zu sagen und bewusst Grenzen aufzuzeigen. Laute Verteidigungsschreie wie „Hau ab!“ „Lass mich!“ oder „Finger weg!“ erklangen immer wieder. Ein Teil des Kurses war auf das Erkennen von Übergriffen und gefährlichen Situationen ausgerichtet. Es wurde über verschiedene Formen von Gewalt gesprochen und Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und eingeübt. Die Teilnehmerinnen lernten, sich gegen verbale und/ oder körperliche Angriffe mit Worten, Stimme, Händen, Füßen oder anderen Hilfsmitteln zu wehren.
„Wir sind stark und wir sind mutig!“ Mit dieser Mut machenden Formel wurde der zweiteilige Kurs gemeinsam beendet. Das neu gewonnene Selbstbewusstsein soll den Frauen auch künftig dabei helfen, versuchte Angriffe oder Missbräuche nicht zu tabuisieren, sondern aktiv dagegen vorzugehen.
Finanziert wurde der Selbstbehauptungskurs über den Zonta Club Bad Säckingen, der am ersten Tag durch Elke Osten und Sabine Gräfin von Dürkheim vor Ort vertreten war. Der Zonta Club engagiert sich schon seit Jahren gegen Gewalt an Frauen und fördert finanziell die Durchführung von Selbstbehauptungskursen für Mädchen und Frauen im Landkreis Waldshut.
Corinna Baumgartner
Melanie Dannenberger
© Caritasverband Hochrhein e.V.